Animation - Lerne hier, wie Du
mit DAZ Studio von DAZ3D Animationen erstellen kannst
Diese Funktion in DAZ Studio lockt wohl am meisten. Doch gleich zuvor: Eine Animation, und besonders eine gute Animation, kostet unglaublich viel Arbeit und Zeit. Auch sind dem Ergebnis Grenzen gesetzt. Erwarte keine Hi-End-Movies á la Hollywood. Dennoch bietet DAZ Studio für den Heimanwender schon ganz ordentliche Ergebnisse.
Ein zweites Kriterium, welches häufig Probleme verursacht, ist die eingesetzte Technik. Je schwächer diese ist, um so langsamer kommst Du zum Ergebnis. Ein schwacher Rechner benötigt viel Zeit zum Rendern. Ein Film ist nichts anderes, als viele aneinander gereihte Einzelbilder. Also ein Clip von 10 Sekunden hat nach Kinostandard 240 Einzelbilder. (Je 24 pro Sekunde)
Wenn Du ein kleines Ausgabeformat wählst, keine Beleuchtungsquellen einsetzt und wenige Objekte, braucht ein schneller Rechner ca. 1-5 Sekunden pro Einzelbild. Das heißt 4 - 20 Minuten für 10 Sekunden Film.
Setzt Du dagegen noch eigene Beleuchtung ein, Schatten und viele Objekte z.B. Hintergründe, dann kann die Rendering-Zeit pro Bild schon mal über eine Minute liegen. Also in unserem Rechenbeispiel 4 Stunden für 10 Sekunden Film! Da dürfte klar sein, warum die großen Animationsproduktionen in Hollywood hunderte von Mitarbeitern und mehrere Jahre beanspruchen. Und dort rendert man mit hochleistungsfähigen Rechnerparks.
Ich möchte Dir den Spaß aber nicht verderben. Auch hier gilt: Probiere es aus. Stelle selbst fest, wie lange Du benötigst oder ob der lang' gehegte Wunsch, den alten Rechner aufs "Altenteil" zu schicken, und sich einen neuen zu leisten, eher erfüllt werden muss.
Der folgende Clip wurde mit DAZ Studio erstellt. Er ist das Ergebnis aus diesem Tutorial.
Zum Start rufst Du DAZ Studio auf. Wechselst zu den Reitern "Pose/Animate" und dort auf der rechten Seite zu "PowerPose". Danach ladest Du Dir eine Figur Deiner Wahl. Ich habe Victoria gewählt.

Auf der rechten Seite findest Du zumeist einen Reiter mit der Bezeichnung "Puppeteer". Dieser ist mit Karos versehen. Stelle sicher, dass für diesen Reiter tatsächlich die Figur ausgewählt wurde, die Du animieren möchtest. Das ist später wichtig, wenn Du mehrere Objekte in einer Szene animieren willst. Jedes Objekt hat seinen eigenen "Puppeteer"-Reiter.

Auf dem Reiter "Puppeteer" muss der Punkt bei "Edit" gesetzt sein.

Du kannst Deiner Figur selbst eine Anfangspose zuweisen, wie Du es unter dem Tutorial "Posen" gelernt hast oder eine voreingestellte Pose verwenden als Ausgangsmaterial. Ich habe eine voreingestellte verwendet.

Wenn Du Deine Ausganspose für die Animation eingestellt hast setzt Du einen Marker auf der Karo-Oberfläche des Puppeteer-Reiters durch 1x Klick mit der linken Maustaste. Ein kleines Quadrat erscheint. Es beinhaltet alle Einstellungen der Figur zur Pose.

Nun kannst Du, entweder wieder selbst, oder mit Hilfe der voreingestellten Posen, die Zielpose Deiner Animation festlegen. Ich habe eine voreingestellte gewählt.

Nun setzt Du den nächsten Marker auf die Karte des Puppeteer-Reiters. Auch dieser beinhaltet alle Einstellungen zur aktuellen Pose.
Übrigens: Es ist egal wohin Du den Marker auf der Karte setzt. Dieser lasst sich im "Edit" Modus einfach verschieben.

Setze nun auf dem Reiter "Puppeteer" den Punkt bei "Preview". Es erscheint ein weiteres Kästchen auf der Karte.
Fasse dieses kleine Kästchen mit der linken Maustaste an und verschiebe es zwischen den beiden zuvor gesetzten Markern. Die Figur führt gleitend alle Bewegungen automatisch aus, die zwischen den beiden Punkten liegen.

Sollte es vorkommen, wie in meinem Beispiel, dass ein Körperteil "durch" ein anderes gleitet, (das wäre ja unnatürlich) solltest Du nachbarbeiten. Schiebe dazu das kleine Kästchen, zwischen den Markern, bis zu der Position wo die Korrektur notwendig wird und setze den Punkt erneut bei Edit.

Wie im Tutorial Posen beschrieben, kannst Du die Gliedmaßen nun entsprechend verstellen. Hier habe ich einfach das Knochensymbol gewählt und mit der linken Maustaste den Arm etwas nach außen, vom Kopf weg, gezogen.

Nachdem die Pose verbessert wurde, kommt diese als neuer Marker zwischen der Anfangs- und Endpose.
Über "Preview" kannst Du Dir das Ergebnis dann anschauen. Bei komplizierten Abfolgen von Bewegungen musst Du mehrere Marker setzen. Hier empfiehlt es sich, Schritt für Schritt je einen weiteren Bewegungsmarker zu setzen.

Erst wenn Du vollkommen zufrieden mit Deinen Einstellungen bist, die Bewegungen flüssig und natürlich erscheinen, setzt Du den Punkt bei "Record".
Nun bewegst Du das kleine Quadrat, wie bei "Preview" in der Abfolge Deiner Animation. Diese wird nun gleichzeitig aufgezeichnet.

Wenn Du Deine Aufzeichnung beendet hast, rufst Du Dir die Zeitleiste auf. Zumeist durch das "Runter legen" des "Puppeteer"-Reiters.
Wenn sie nicht zu sehen ist, klickst Du ganz oben in den Menüpunkten "View" / "Tabs" und machst einen Haken vor "Timeline".

So wird die "Timeline" sichtbar. Hier kannst Du, wie bei einem Videoplayer die Aufzeichnung abspielen.

Nun kannst Du mit der Erstellung des Videos beginnen. Wie im Tutorial über Fotos, wechselst Du zum Reiter "Render".

Dort bestimmst Du auf der rechten Seite unter "Render" Deine Abmaße für das Video. Je nach Leistungsfähigkeit Deines Rechners kannst Du hier sogar sehr große Formate einstellen. Aber sinnvoll sind Maße 640*480 oder 800*600 Pixel.

Ein paar weitere Einstellungen sind noch notwendig. Ein Punkt bei "Make Movie", dort siehst Du auch die Anzahl der Bilder, die gerendert werden, und unter "Render to" wählst Du wieder den Speicherort und den Namen des späteren Videos.

Wenn alle Einstellung vorgenommen sind, klickst Du den "Render"-Button oben in der Buttonleiste.

Der Rendering-Prozess beginnt. Im kleinen Fenster siehst Du wie lange der Rechner pro Einzelbild benötigt. Das variiert jedoch etwas. Aber so hast Du einen Hinweis wie lange der Gesamtprozess dauert. (Sekunden x Anzahl Einzelbilder = Gesamtzeit)

Nach Abschluss des Rendering-Prozesses erscheint eine Abfrage zur Videokomprimierung. Meine Empfehlung: Wenn Du das Video später mit einem Videobearbeitungsprogramm bearbeiten möchtest, wählst Du "Volle Einzelbilder - (unkomprimiert)". Da ist die Qualität für eine spätere Bearbeitung optimal.
Du findest dann die Videodatei an dem Ort, wo Du diese zuvor gespeichert hast.

Deine "Puppeteer"-Animation lässt sich auch speichern, um sie vielleicht später wieder zur Bearbeitung abrufen zu können. Wählst Du dazu:
"File" / "Save As"
als "Scene" - wenn Du mehrere Objekte in Deine Szene hast
als "Puppeteer Preset" - wenn nur ein Objekt animiert wurde
Dann öffnet sich ein kleines Abfragefenster. Hier einfach "Save All Layers" auswählen.




